Wie weit die Technikabhängigkeit in unserem digitalen Zeitalter bereits fortgeschritten ist, scheint uns oft nicht bewusst zu sein. Gewisse Ereignisse jedoch bringen einen ganz schnell auf den Boden der Realität zurück.
Vor ziemlich genau 3 Wochen ging von einem Moment auf den anderen der Server meines Webhosters ein. Trotz modernster Technik (Raid5 etc.) konnten seitens des Anbieters keine Daten mehr wiederhergestellt werden. Insgesamt 6 Webseiten, die ich dort laufen habe, waren plötzlich offline. Eine sehr unangenehme Situation klarerweise.
Doch die Sache muss wohl etwas differenzierter betrachtet werden. Ein Grossteil der Seiten ist statisch angelegt und liegt 1:1 im jeweils aktuellen Zustand auf meiner Festplatte. Ein simpler FTP-Upload genügt also, um die Funktionalität der Website wiederherzustellen.
Ganz anders sieht die Sache mit dynamischen Content aus. Da die Inhalte hier allesamt in einer Datenbank gespeichert waren, und ich ob des Vertrauens in die Servertechnik keine regelmässigen Backups durchgeführt habe, war leider alles weg. Besonders blöd gerade für mein Weblog. 6 Monate „journalistische“ Tätigkeit waren mit einem Schlag zu Nichte gemacht.
Das macht einen natürlich nachdenklich. Haben wir bisher unsere Inhalte hauptsächlich lokal auf dem eigenen Rechner abgespeichert, so vertrauen wir durch die Online-Services des Web 2.0 Zeitalters immer mehr persönliche Informationen zentralen Servern an – und können nur bedingt die Kontrolle darüber behalten. Dem regelmässigen Backup meiner Daten wird daher für mich in Zukunft ein höherer Stellenwert zugeschrieben und ich hoffe, vor derlei mittleren Katastrophen von nun an verschont zu bleiben.
Fazit: Mit diesem Eintrag eröffne ich also offiziell mein Blog 2.0 – und wünsche allen Interessierten viel Spass damit!
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