Kürzlich startete mit Bunch.tv ein brandneuer IP-TV “Sender” sein Programm. Die sehr “hip” gestaltete Seite verspricht Sport-, Musik- und Kulturclips rund um die Uhr und scheint vor allem für ein jüngeres Publikum gedacht zu sein.
Der Vormarsch von Videoinhalten im Netz scheint derzeit unaufhaltsam. Zum einen gewinnen so genannte Vlogs zunehmend an Bedeutung und stärken somit den Grassroots-Gedanken des Web2.0 einmal mehr. Seiten wie Rocketboom verzeichnen inzwischen 300.000 Zuseher und mehr und verhelfen ihren Machern oft zu beachtlicher Popularität.
Die Community-Seite YouTube geht noch einen Schritt weiter und bietet ähnlich wie flickr zahlreiche Möglichkeiten des Publizierens und Personalisierens an. Der Erfolg der Seite ist erstaunlich:
YouTube is currently serving 50 million videos per day to six million unique users daily, up from 3 million in December, with more than 50,000 videos being uploaded per day. YouTube is serving more than 200 million page views a day and is ranked the 18th most trafficked site on the Internet, according to Alexa.
Die nächste Stufe der Entwicklung scheint nun das IP-TV zu sein. Neben Bunch.tv, das ganz stark in die “Branded Entertainment”-Richtung geht, treten auch traditionelle Anstalten wie der ORF oder AON den erhofften Siegeszug in die digitale Broadcasting-Zukunft an. Man darf gespannt sein, wie sich die Sache entwickelt. Wird sich der Konsument neben Kabel- und Satelliten-Programmen nun auch dem Internet als “Sender” widmen?
Meiner Meinung nach ist der Grad der Selbstgestaltung und Personalisierung weiterhin ein wichtiger Faktor. Vielleicht ist zunächst ein Mittelweg der richtige, so wie es etwa der US-Politiker Al Gore mit seinem Projekt Current TV praktiziert; herkömmliche Sendestrukturen, jedoch mit Inhalten der Seher selbst.
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